Zahlt irgendjemand die Dyskalkulie-Therapie – oder bleibt das immer an uns hängen?
Eine Dyskalkulie-Diagnose allein führt nicht automatisch zur Kostenübernahme. Je nach Situation kommen schulische Förderung, Lernförderung aus dem Bildungspaket, Eingliederungshilfe nach § 35a SGB VIII oder Selbstzahlung infrage.
Der Weg über das Jugendamt
Die gesetzlichen Voraussetzungen des § 35a gelten auch bei Rechenstörungen: Entscheidend sind die fachliche Einordnung und die dadurch bestehende oder drohende Teilhabebeeinträchtigung. Dokumentieren Sie konkrete Auswirkungen im Alltag. Eine pauschal höhere Ablehnungsquote lässt sich ohne belastbare Daten nicht behaupten.
Schulische Unterstützung
Fragen Sie nach Förderdiagnostik, einem Förderplan und geeigneten Unterrichtshilfen. Ob besondere Maßnahmen bei Leistungsnachweisen zulässig sind, hängt von Landesrecht, Klassenstufe und Prüfungsziel ab. Eine Unterstützung im Unterricht ist nicht dasselbe wie das Absenken von Bewertungsanforderungen.
Kosten vergleichen
Lassen Sie sich Sitzungsdauer, Gruppengröße, Preis und mögliche Nebenkosten nennen. Erkundigen Sie sich vor Beginn nach Finanzierungsmöglichkeiten. Eine begonnene private Therapie begründet keine automatische Erstattung.
Quellen
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Frage stellenJanas Antworten geben pädagogische Orientierung aus der lerntherapeutischen Arbeit. Sie ersetzen keine Diagnose und keine medizinische oder psychologische Beratung. Eine fundierte Abklärung leisten Fachstellen und Lerntherapeut:innen vor Ort.