Die Lehrerin hat einen LRS-Verdacht geäußert – was mache ich jetzt als Erstes?
Ein Verdacht ist ein Anlass, genauer hinzuschauen, aber noch keine Diagnose. Vereinbaren Sie ein Gespräch mit der Lehrkraft, sammeln Sie konkrete Beispiele und klären Sie, welche Unterstützung schon jetzt möglich ist.
Das erste Schulgespräch
Fragen Sie: Was fällt beim Lesen oder Schreiben auf? Seit wann? Was gelingt gut? Welche Förderung wurde ausprobiert und woran erkennen wir Fortschritte? Nehmen Sie zwei oder drei typische Arbeitsproben mit. Vereinbaren Sie einen überschaubaren Förderzeitraum und einen Folgetermin.
Welche Anlaufstelle passt?
Die Schulpsychologie berät zu schulischen Schwierigkeiten. Für eine klinische Abklärung kommen entsprechend qualifizierte ärztliche oder psychotherapeutische Fachpersonen infrage. Die Kinderarztpraxis kann bei der Suche helfen und bei Bedarf Hören, Sehen oder andere mögliche Ursachen abklären. Fragen Sie vorher, wofür ein Befund benötigt und anerkannt wird.
Bis zum Termin
Lesen Sie gemeinsam etwas, das Ihr Kind interessiert. Übernehmen Sie längere Passagen und lassen Sie freiwillige kurze Beiträge zu. Zusätzliche Übungszeit ist kein Ersatz für passende Unterstützung. Bei starker Belastung sollten Sie Hilfe nicht bis zu einem Testergebnis aufschieben.
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Frage stellenJanas Antworten geben pädagogische Orientierung aus der lerntherapeutischen Arbeit. Sie ersetzen keine Diagnose und keine medizinische oder psychologische Beratung. Eine fundierte Abklärung leisten Fachstellen und Lerntherapeut:innen vor Ort.