Wir üben jeden Tag rechnen und am nächsten Tag ist alles wieder weg – ist das eine Rechenschwäche?
Wenn Rechnen trotz Übung immer wieder schwerfällt, lohnt sich eine genauere Betrachtung der Rechenwege. Das allein beweist keine Dyskalkulie. Fehlende Grundlagen, unpassende Aufgaben oder andere Belastungen können ebenfalls eine Rolle spielen.
Nicht nur das Ergebnis anschauen
Bitten Sie Ihr Kind, einen Rechenweg mit Gegenständen zu zeigen. Kann es eine Menge in zwei Teile zerlegen? Versteht es, dass 7 aus 5 und 2 besteht? Nutzt es beim Addieren Beziehungen oder beginnt es jedes Mal von vorn zu zählen? Finger sind dabei zunächst ein Hilfsmittel, kein Beweis für eine Störung.
Eine kleine Übung
Legen Sie sieben gleiche Gegenstände hin. Teilen Sie sie gemeinsam in zwei Gruppen und sprechen Sie die Zerlegung aus. Verschieben Sie einen Gegenstand: Was verändert sich, was bleibt gleich? Beginnen Sie mit einer überschaubaren Menge und beenden Sie die Übung nach wenigen gelungenen Versuchen.
Unterstützung organisieren
Sammeln Sie Beispiele und sprechen Sie mit der Mathematiklehrkraft. Wenn Schwierigkeiten anhalten oder Ihr Kind stark belasten, kann eine qualifizierte Diagnostik Lernstand und mögliche weitere Einflussfaktoren klären. Die Förderung sollte an den tatsächlich vorhandenen Fähigkeiten ansetzen.
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Frage stellenJanas Antworten geben pädagogische Orientierung aus der lerntherapeutischen Arbeit. Sie ersetzen keine Diagnose und keine medizinische oder psychologische Beratung. Eine fundierte Abklärung leisten Fachstellen und Lerntherapeut:innen vor Ort.