Die Lehrerin rät „sicherheitshalber“ zur Realschule – schafft mein Kind das Gymnasium mit LRS trotzdem?
LRS schließt einen erfolgreichen Besuch des Gymnasiums nicht aus. Entscheidend sind das gesamte Lernprofil, Interesse, Belastbarkeit, vorhandene Unterstützung und die Aufnahmebedingungen. Eine bestimmte Schulform lässt sich nicht allein aus der Diagnose empfehlen.
Fünf Fragen für das Aufnahmegespräch
- Wie unterstützt die Schule Schülerinnen und Schüler mit Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten?
- Wer koordiniert Fördermaßnahmen?
- Welche Hilfen sind bei Leistungsnachweisen und Fremdsprachen möglich?
- Wie wird ein vorhandener Förderplan übernommen?
- Wann überprüfen wir gemeinsam, ob Arbeitsumfang und Unterstützung passen?
Übergang vorbereiten
Klären Sie die aktuellen Aufnahme- und Übertrittsregeln Ihres Bundeslands. Ein bewilligter Nachteilsausgleich ersetzt keine Aufnahmevoraussetzungen. Geben Sie hilfreiche Unterlagen mit Einverständnis weiter und vereinbaren Sie früh ein Gespräch mit der neuen Klassenleitung.
Die passende Lernumgebung
Achten Sie auf Verständnis, mündliche Leistungen, Interessen und Erholung ebenso wie auf Noten. Eine andere Schulform kann ebenfalls gut passen und ist kein Scheitern. Der Bildungsweg bleibt eine individuelle Entscheidung.
Verwandte Fragen
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Frage stellenJanas Antworten geben pädagogische Orientierung aus der lerntherapeutischen Arbeit. Sie ersetzen keine Diagnose und keine medizinische oder psychologische Beratung. Eine fundierte Abklärung leisten Fachstellen und Lerntherapeut:innen vor Ort.